In meinen Kursen und Workshops stehen Gefühle, Resilienz, Empathie, Gruppendynamik und ein achtsamer Umgang miteinander im Mittelpunkt – spielerisch vermittelt, nachhaltig gestärkt und mit viel Raum für persönliche Entwicklung.
Selbstbehauptung & Mobbingprävention
Die Lehrbuch-Definition von Mobbing kennt jeder: wiederholtes, gezieltes Schikanieren über einen längeren Zeitraum. Aber so einfach ist es in der Realität selten. Daniel Duddek, der Begründer des „Stark auch ohne Muckis®"-Konzepts, beschreibt Mobbing als gefühlten Prozess.
Und genau dieser Gedanke prägt meine Arbeit: Was das eine Kind völlig kaltlässt, kann ein anderes massiv aus der Bahn werfen. Ein blöder Spruch im Sportunterricht, ein abfälliger Blick in der Pause – ob das als harmlos abgetan oder als Mobbing erlebt wird, hängt entscheidend von der inneren Einstellung und der Resilienz des betroffenen Kindes ab.
Auch die Dauer ist nicht das einzige Kriterium. Es geht weniger darum, wie oft etwas passiert, sondern wie es sich für das einzelne Kind anfühlt.
Was ist Mobbing eigentlich?
Mobbing passiert nicht zufällig. Aggressor:innen testen vorher, bei wem sich das „Ärgern" lohnt. Sie suchen nach Reaktionen – nach Tränen, Wut, Verunsicherung. Wenn diese ausbleiben, verlieren sie schnell das Interesse.
Genau hier setze ich an. Kinder lernen in meinen Trainings, wie sie sich so zeigen, dass sie gar nicht erst auf den Radar geraten – nicht durch Abschottung, sondern durch ein selbstsicheres Auftreten.
Wie verhindere ich, zur Zielscheibe zu werden?
Der Körper spricht immer mit – auch wenn das Kind nichts sagt. In den Übungen erleben die Kinder, wie viel Wirkung ihre Haltung hat:
Aufrechter Stand, beide Füße fest auf dem Boden
Schultern zurück, Brust raus, Kopf gehoben
Ein entspanntes Gesicht, das nicht ängstlich wirkt.
Das “Geheimnis” des Augenkontakts
Nonverbal: Wie ich dastehe, wirkt
Genauso wichtig ist die Stimme. Viele Kinder reden zu leise, zu schnell oder zu unsicher, wenn sie eigentlich klar etwas sagen müssten. Im Training üben wir:
Aus dem Bauch sprechen, nicht aus dem Hals
Kurze, klare Sätze – „Stopp!", „Nein, ich will das nicht."
Den eigenen Standpunkt deutlich machen
Verbal: Klar, laut, deutlich
Die eigentliche Stärke entsteht erst, wenn Körper und Stimme eine Einheit bilden. Eine Reaktion mit zitternder Stimme und gesenktem Blick wirkt anders als dieselben Worte, fest gesprochen, mit aufrechter Haltung und klarem Blickkontakt.
Das Zusammenspiel
Genauso wichtig wie das Auftreten ist die Erkenntnis: Nicht jede Situation muss zum Wortgefecht werden.
In der „Stark auch ohne Muckis®"-Lehre üben wir mit Kindern eine Reaktion, die unglaublich kraftvoll ist: Wer angepöbelt wird, schaut den anderen intensiv an, reagiert nicht oder zuckt maximal mit den Schultern – und geht dann ruhig weiter. Nicht weg aus Angst, sondern hin zu Freunden, hin zu einem Ort, an dem es einem gut tut.
Das ist keine Flucht. Es ist eine bewusste Entscheidung: Diese Interaktion bringt mir nichts. Ich stecke meine Energie nicht in jemanden, der sie nicht verdient. Genau das macht innerlich stark. Denn wer keine Reaktion bekommt, wird schnell die Lust am ärgern verlieren.
So lernen Kinder, dass Stärke nicht heißt, in jeden Konflikt zu ziehen. Stärke heißt, klug zu entscheiden, wo es sich lohnt – und sich selbst zu schützen, indem man sich dem Guten zuwendet.
Nicht jeder Kampf lohnt sich
Resilienz und innere Stärke
Eine Meinung ist nicht die Wahrheit
Wenn jemand sagt „Du bist doof" oder „Mit dir spielt sowieso keiner gerne", klingt das für ein Kind oft wie ein Urteil. Dabei ist es das nicht. Es ist eine Meinung, geäußert von einer Person, in einem bestimmten Moment, mit einer bestimmten Stimmung dahinter.
Genau diese Unterscheidung gehört zu den wichtigsten Lektionen meiner Trainings. Kinder lernen: Meinungen können kommen und gehen.
Abprallen lassen – als bewusste Entscheidung
Es gibt einen feinen, aber entscheidenden Unterschied: Verletzt sein und nicht zeigen ist nicht das Gleiche wie bewusst entscheiden, etwas abprallen zu lassen.
Im Training üben die Kinder genau diesen Schritt: Sie können entscheiden, ob sie eine Beleidigung in ihr Herz lassen – oder ob sie sie abprallen lassen, weil sie es nicht wert ist.
Gefühle gehören zum Leben. Aber nicht alle fühlen sich gleich an. Manche tun gut – andere weniger.
In meinen Trainings arbeiten wir mit dem Gefühlskompass: einem einfachen Bild, das den Kindern hilft, ihre eigenen Gefühle zu erkennen und einzuordnen.
Wichtig ist dabei: Alle Gefühle sind erlaubt – aber nicht jede Handlung.
Zwischen einem Gefühl und der Reaktion liegt ein wichtiger Raum. Wut rechtfertigt keinen Schlag. Genau diesen Raum lernen die Kinder bei mir kennen. Und sie lernen, was sie tun können, um aus einem unangenehmen Gefühl wieder herauszufinden.
Der Gefühlskompass
Gefühle bleiben nicht im Inneren. Sie zeigen sich im Körper – in der Haltung, im Gesicht, in der Stimme. Ein wütendes Kind, ein verängstigtes Kind, ein trauriges Kind sieht man, lange bevor es etwas sagt.
Und das bleibt nicht ohne Wirkung auf die Umgebung. Wer ständig in einem unangenehmen Gefühl feststeckt, sendet das auch nach außen – und beeinflusst, wie andere reagieren.
Auch das erleben die Kinder im Training. Sie spüren am eigenen Körper, wie sich verschiedene Gefühle anfühlen, wie sie ausstrahlen – und wie viel Macht sie selbst darüber haben, was sie nach außen tragen.
Gefühle wirken nach außen
In der Ruhe liegt die Kraft. Bleib bei dir. Geh dorthin, wo es dir gut geht.
Das sind keine schönen Sprüche, sondern echte Werkzeuge. Kinder, die ihre Gefühle kennen, einordnen können und wissen, wie sie zurück zu sich finden, sind nicht nur weniger angreifbar – sie sind auch glücklicher.
Und genau das ist das Ziel: dass Kinder ihre Kindheit so unbeschwert wie möglich erleben können. Mit dem Wissen, dass sie selbst der wichtigste Mensch in ihrem Leben sind.
Die Botschaft hinter all dem
Gruppendynamik / Empathie
Wenn auf dem Pausenhof oder im Klassenchat jemand ausgelacht wird, hat das fast nie nur mit den zwei Beteiligten zu tun. Es gibt eine ganze Gruppe drumherum – und genau diese Gruppe entscheidet oft, wie weit es geht.
Genau hier setzt mein Training an. Die Kinder lernen: Auch wer nicht selbst beteiligt ist, hat Einfluss. Nicht beteiligt zu sein heißt nicht, machtlos zu sein. Im Gegenteil – manchmal ist es gerade die Reaktion der Umstehenden, die eine Situation kippen lässt. In die eine Richtung oder in die andere.
Niemand ist nur Zuschauer
Mitlachen verstärkt – nicht mitlachen entzieht den Boden
Stell dir die Szene vor: Jemand macht eine fiese Bemerkung über ein anderes Kind. Die Gruppe lacht. Ein, zwei feixen mit, andere wollen einfach dazugehören. Was passiert? Derjenige, der angefangen hat, fühlt sich bestätigt. Jetzt die gleiche Szene – nur diesmal lacht niemand mit. Stille. Der Spruch wirkt plötzlich nicht mehr cool, sondern peinlich.
Das ist keine Theorie, das ist Gruppendynamik. Genau das erleben die Kinder bei mir in kleinen Übungen. Sie spüren, wie sich beide Situationen anfühlen – und merken: Schon das Nicht-Mitlachen ist eine bewusste Entscheidung. Und sie hat enorme Wirkung.
Du bist nicht allein – auch ohne große Worte
Man muss nicht in den Gegenangriff gehen, um zu helfen. Man muss kein Held sein, der den anderen zurechtweist. Es reicht oft schon, einfach präsent zu sein. Ein stilles „Ich bin da. Du bist nicht allein."
Oder noch konkreter: das betroffene Kind aus der Situation herausholen. „Komm, gehen wir kurz." Eine Hand, die sich anbietet. Eine kleine Geste, die in dem Moment alles verändern kann.
Solche Reaktionen sind nicht laut. Aber sie zeigen dem betroffenen Kind: Ich werde gesehen. Ich gehöre dazu.
Mitverantwortung – auf eine kindgerechte Weise
In meinen Trainings möchte ich den Kindern vermitteln, dass sie keine stillen Zuschauer sind. Wer dabei ist, ist Teil der Situation. Auch ohne aktiv mitzumachen.
Daraus entsteht eine Art Mitverantwortung – nicht als Bürde, sondern als Möglichkeit: „Ich kann etwas bewirken. Auch wenn ich keine große Heldentat vollbringe."
Und wenn ein Kind sich nicht traut, aktiv einzugreifen, ist das in Ordnung. Auch das passive Nicht-Mitlachen ist schon eine Haltung und macht einen Unterschied.
Eine Gruppe ist nie nur Zuschauer. Wenn Kinder verstehen, dass sie Einfluss auf das Miteinander haben, verändert sich nicht nur ihr Verhalten, sondern oft die ganze Stimmung in der Klasse, der Gruppe, der Freundesrunde.
Genau dafür arbeiten wir: Aus einer Gruppe, die zuschaut, wird eine Gruppe, die sich gegenseitig stärkt. Aus stillen Mitläufern werden Kinder, die hinschauen, einstehen und füreinander da sind.
Gemeinsam sind wir stärker als allein.
Die Botschaft hinter all dem
Stark werden ist Teamarbeit.
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Egal ob Training, Workshop oder Kooperation – ich freu mich, von Dir/Ihnen zu hören.
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